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12. September 2009 6 12 /09 /September /2009 11:16

Gedanken und Reflektionen kurz vor der Wahl

Jetzt ist ein weiterer Hinweis dafür aufgetaucht, das die Gutachten für die Sicherheit des vorgesehenen Atommüll- Endlagers schlichtweg geschönt waren. Die Wissenschaft hat festgestellt... Die meisten Menschen gehen wohl davon aus, das die Wissenschaft unabhängig und oblektiv der Forschung dient. Ja eigentlich ist Sie die neue Ersatzreligion, die vor allem auch auf dem Gesundheitssektor als heilige Inquisition auftritt, die alles verdammt und auszuschalten sucht was „Nicht wissenschaftlich bewiesen und erprobt ist.“. Vieleicht hat es ja mal eine Zeit gegeben, wo Forschen bedeutete neugierig nach einer Wahrheit zu suchen, doch in unserer Zeit ist sie längst in Abhängigkeit zu Wirtschaft und Politik geraten. Die Wirklichkeit sieht so aus, dass Forschungsaufträge nicht mehr so formuliert werden, wie verhält sich dieses oder jenes, sondern bringen Sie wissenschaftliche Beweise für dieses oder jenes. Ich selbst habe es erlebt, als ich in einem Forschungslabor tätig war, wie dort der Auftrag kam nachzuweisen, das die Temperatur des Elbwassers durch die Einleitung von Kühlwasser aus dem Atomkraftwerk Krümel nicht so hoch ansteigt, dass der Lebensraum Elbe und der Fischbestand gefährdet wird. Nun man hat es wissenschaftlich sauber beweisen können, indem man die Temperaturerhöhung in Krümel gemessen hat, dann die Temperaturerhöhung an der Elbmündung. Das ganze geteilt durch zwei und schon hatte man den Durchschnittswert der Temperaturerhöhung, die tatsächlich nur geringfügig, ungefährlich war. Bloß, den Fischen, die in Krümel vorbeischwimmen ist der Durchschnittswert ziemlich gleich, denn Sie sterben in der hohen Temperatur, die dort herrscht. Unseren Enkeln wird es auch gleich sein, das damals die Politik entschieden hat, das die Lagerung in Gorleben sicher ist und die Wissenschaft sich dazu herabgelassen hat mit der Politik ins Bett zu steigen. Viele Atomkraftgegner sind zu den Zeiten, wo auch die sogenannten Grünen noch laut und außerparlamentarisch gegen Atomkraft protestiert haben, zusammengeschlagen worden und oder verhaftet worden. Die Katastrophe von Tschernobil hat dramatisch, aber nur kurzfristig die Frage nach der Atomkraft wieder aufgeworfen. Jetzt sind durch die neuen Enthüllungen wieder einige mehr aufgewacht und es gibt eine Petitionseingabe zum zügigen Ausstieg aus der Atomkraft, der schon von vielen unterzeichnet worden ist. Wer die Petition auch unterzeichnen möchte kann dies unter: http://www.campact.de/atom2/sn3/signer .

 

Die Frage ist aber viel mehr, wie lange wollen die Bürger eigentlich noch blauäugig den Versprechungen und Credos der Wissenschaft ungesehen glauben schenken und ihre Hoffnung auf diese oder jene Partei oder Regierung bauen? Ich kann mich noch sehr genau erinnern, wie ich als Jugendlicher meinen Eltern die Frage gestellt habe: „ Wie war das mit Hitler eigentlich möglich? Habt Ihr denn nichts gemerkt? Wäre Hitler ohne die Zustimmung großer Teile der Bevölkerung möglich gewesen? Werden unsere Enkel mal fragen: War es Euch wirklich egal, das wir uns jetzt mit Atommüll, aufgebrauchten Energie und Wasserresorcen, mit einem riesigen Schuldenberg und Klimakatastrophen rumschlagen müssen?

 

Jetzt ist Wahlkampf und die etablierten Parteien versprechen wieder einmal alles Mögliche und reiten vor allem auf der heiligen Kuh Arbeitsplätze und Wirtschaftswachstum herum. Reden von Steuersenkung für den Mittelstand, oder Schaffung von Arbeitsplätzen,die einen durch Milliardenivestitionen in marode Betriebe und Banken, die anderen durch Ausbau auf dem ökologischen Sektor. Wieder andere durch Reichensteuer und mehr Eingriff der Politik in die Wirtschaft. Niemand aber stellt sich der Wahrheit, das die gegenwärtigen Probleme nicht mit den alten, bekannten Instrumenten gelöst werden können und auch nicht der Wahrheit, das wir längst nicht mehr die freie, demokratische, soziale Gesellschaft sind, dessen Werte so vehement in afganistan verteidigt werden müssen. Die Politik ist Hoffnungslos abhängig von Wirtschaftsinteressen und die Wirtschaft von betriebsblinden staatlichen Eingriffen in die Wirtschaft. Wer hat zum Beispiel Vorschläge, das Geld wieder das wird was es sein soll, nämlich ein Tauschwert für Ware und Dienstleistungen, die tatsächlich vorhanden sind? Es ist doch deshalb eingeführt worden, weil der ursprüngliche Tauschhandel völlig unpraktikabel für unsere Zivilisation geworden sind. Oder können Sie sich vorstellen, das der Autohändler mit seinen Autos auf den Markt geht und seinen Opel anteilig für ein Brot, Packung Nudeln, Kohlkopf, Rasierwasser usw. zum Tausch anbietet. Dazu taugt das Geld praktisch als symbolische Ware, die aber nur dann Ihren Wert behält, wenn hinter dem Geldwert ein tatsächlicher Gegenwert von Ware steht, was längst nicht mehr der Fall ist. Eine echte Ware verliert zum Beispiel mit der Zeit seinen Wert. Wenn Sie ein Auto kaufen, ist es mit der Zeit abgenutzt und immer weniger Wert. Wenn Sie Geld im Tresor Bunkern, anstatt es dem Wirtschaftsfluss durch Kauf oder Investition in eine Produktion stecken, bekommt es Zinsen und vermehrt sich. Nehmen wir einmal an, jemand erbt viel Geld, ist ein Geizkragen und bunkert sein Geld auf der Bank, nutzt es nicht um etwas Gemeinnütziges zu produzieren oder zu unterstrützen, dann wird es durch Zinsvermehrung mehr, statt sich abzunutzen. Wo bleibt da der reale Gegenwert? Meiner Meinung nach stimmt da etwas nicht.

Auf der anderen Seite, ist die Arbeitskraft des Menschen zu einer Ware geworden und direkt mit seiner Existenz verknüpft. Wenn ein Mensch seine Arbeitskraft verkauft, verkauft er damit seine ganze Person und seine Existenz ist davon abhängig. Er denkt damit er geht für sich selbst und seine Existenz arbeiten. Durch diese Abhängigkeit wird er Sklave für die vom Arbeitsmarkt angebotene Lohnarbeit. Menschenwürdiger wäre es aber, wenn die Arbeitskraft nicht eine Ware wäre, sondern eine zum Menschen gehörende Fähigkeit, die er aus freier Entscheidung aus einem echten sozialen Denken und Bedürfnis auch als Gabe zur Vermehrung der Gemeinschaftsgüter und Dienstleistungen einsetzen kann. Arbeit gibt es ja in Wirklichkeit genug und wird sicher auch nicht ausgehen, aber Lohnarbeit im klassischen Sinne gibt es nicht mehr so viel und wird es auch nicht mehr geben, denn viele Bedarfsgüter und Dienstleistungen werden von Maschinen und Robotern hergestellt.
Man sollte nicht die Auswirkungen unterschätzen, welche Gedanken der Mensch bei seinen Handlungen, seiner Arbeit oder im zusammenhang mit den Dingen und Begriffen hat. Denken wir einmal daran, das Tiere wie Schweine, Hühner, Fische, Rinder usw. als Wahre gedacht werden, wie sie inzwischen nur in Warenwert für die Nahrungsindustrie gedacht werden und kalt und aller menschlichkeit unwürdig gehalten werden. Wie ist das wenn die Arbeitskraft als Ware gedacht wird? Wenn die Fähigkeiten, Talente und erlerntes Können nichts weiter sind als eine Ware?

Rudolf Steiner regte an, die Existenzgrundlage des Menschen von der Lohnarbeit abzukoppeln und die Arbeitskraft des Menschen von der Vorstellung als Ware. Inzwischen ist der Gedanke eines Bedingungslosen Grundeinkommens, losgelöst von der Lohnarbeit oder anderen Bedingungen populärer geworden, auch bei Wirtschaftsexperten und Wissenschaftlern als realistisch umsetzbar oder sogar als erforderlich für das zukünftige Wirtschaftsleben angesehen.

Veränderung fängt im Kopf an und bei jedem selbst. Es wäre sicher eine Illusion zu glauben, dass eine Veränderung der äußeren Bedingungen allein, wie z.B. die Einführung des Bedingungslosen Grundeinkommens, alle Probleme lösen könnte oder sich als nur segensreich auswirken würde. Wahre Freiheit ist unabhängig von äußeren Bedingungen und jeder der möchte, kann sich mit dem Gedanken durchdringen, dass er im Innersten ein Selbst trägt, dass Ihm mit allen Menschen gemeinsam ist, dass Ihn zu einem König macht, es Ihm ermöglicht eigene Werte zu entwickeln und sich gedanklich davon lösen, das seine Arbeitskraft eine Wahre ist und zwangsweise seine Existenz und sein Wert unmittelbar mit Lohnarbeit gekoppelt sein muß. Er kann auch aufräumen mit dem Gedanken, das er für sich arbeitet und stattdessen sein Bewusstsein damit durchdringen, das er in Wirklichkeit für andere arbeitet und alles was er an Ware oder Dienstleistung in Anspruch nimmt, den Ursprung hat in Arbeit, die Andere für Ihn geleistet haben. Mit Arbeit meine ich hier nicht Lohnarbeit, sondern jede Tätigkeit, sei sie mehr Mental oder Körperlich, bezahlt oder nicht bezahlt. Solche Gedanken kommen bei genauem Hinsehen der bestehen Wirklichkeit näher und werden den Willen zur Gestaltung der äußeren Realität beflügeln und zu mehr Sachlichkeit und Kompetenz führen, als ein passives hoffen auf politische Parteien, deren Blick durch Abhängikeit von Machtgelüsten und wirklichkeitsfremden, überholten Maximen getrübt ist.

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Published by Gerhard - in Politik
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