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2. Juni 2010 3 02 /06 /Juni /2010 11:23

Liebe Freundinnen und Freunde,

Israels Angriff auf die Hilfsflotte für den Gazastreifen ruft weltweites Entsetzen hervor. Es ist Zeit eine umfassende Untersuchung zu beginnen und die Blockade des Gaza-Streifens zu beenden.

Unterzeichnen Sie hier!



Israels tödlicher Angriff auf den Hilfskonvoi für den Gaza-Streifen schockiert die Welt.

Es ist ein empörender Einsatz von tödlicher Gewalt, um damit eine empörende und tödliche Politik zu verteidigen -- Israels Blockade des Gaza-Streifens, wo zwei Drittel der Familien nicht wissen, wie sie ihre nächste Mahlzeit finden.

Die UNO, EU, USA und beinahe alle Regierungen und multilateralen Organisationen haben Israel aufgerufen die Blockade zu beenden und, jetzt sofort, eine umfassende Untersuchung des Angriffs auf den Hilfskonvoi einzuleiten. Doch ohne den massiven Druck von ihren Bürgern, werden unsere Entscheidungsträger ihre Reaktion auf bloße Worte begrenzen -- wie schon so viele Male zuvor.

Lasst uns nun einen unüberhöhrbaren Protestruf aussenden - Schliessen Sie sich dem Ruf nach einer unabhängigen Untersuchung der Kommandoaktion und einem sofortigen Ende der Blockade des Gaza-Streifen an. Unterzeichnen Sie die Petition unter folgendem Link und leiten Sie diese E-Mail an alle weiter, die Sie kennen:

http://www.avaaz.org/de/gaza_flotilla_3/?vl

Diese Petition wird an die UNO und an führende Politker übergeben, sobald sie 200 000 Unterschriften erreicht hat - und danach wieder bei jeder günstigen Gelegenheiten, während Politiker ihre Position festlegen. Eine massive Petition, in Momenten wie diesen, zeigt den Entscheidungsträgern, dass bloße Worte und Pressemitteilungen nicht genügen - dass Bürger konkrete Aktionen fordern und den Politikern auf die Finger schauen.

Während die EU beschliesst, ob sie ihre besonderen Handelsbeziehungen mit Israel erweitert, Obama und der US-Kongress über die Ausgaben für die israelische Militärhilfe im kommenden Jahr beraten und Nachbarstaaten wie die Türkei und Ägypten über ihre nächsten diplomatischen Schritte entscheiden - Lasst uns die Stimme der Weltöffentlichkeit unüberhörbar machen: Es ist Zeit die Wahrheit über den Angriff zu erfahren, Rechenschaft zu verlangen und es ist höchste Zeit, dass Israel das Völkerrecht respektiert und die Blockade des Gaza-Streifens beendet. Unterzeichnen Sie jetzt und leiten Sie diese Nachricht weiter:

http://www.avaaz.org/de/gaza_flotilla_3/?vl

Viele von uns teilen den selben Traum: Zwei Staaten, Israel und Palästina, die Seite an Seite friedlich zusammenleben. Doch die Blockade und die andauernde Gewalt verhindern diese Vision. In der angesehenen Zeitung "Haaretz" schreibt ein Kolumnist an seine Mitbürger: "Wir verteidigen nicht länger Israel. Wir verteidigen die Blockade. Die Blockade selber wird zu Israels Vietnam."

Tausende von Friedensaktivisten verurteilen den Angriff und die Blockade in Israels Straßen, von Haifa und Tel Aviv bis nach Jerusalem -- und schliessen sich Protesten auf der ganzen Welt an. Unabhängig davon, welche Seite den ersten Schlag versetzte oder das Feuer eröffnete (Das israelische Militär behauptet, es habe nicht mit der Gewalt begonnen), Israels Regierung sendete bewaffneten Spezialeinheiten in Hubschraubern, um einen Hilfskonvoi in internationalen Gewässern anzugreifen. Die Aktivisten auf den Schiffen wollten Medikamente und Hilfsgüter nach Gaza bringen, einige haben dies mit ihrem Leben bezahlt.

Wir können diese Tragödie nicht rückgängig machen. Doch wir können diesen düsteren Moment in einen Wendepunkt verwandeln und mit vereinter Stimme für Gerechtigkeit und Frieden einstehen.

Hoffnungsvoll,

Ricken, Alice, Raluca, Paul und das ganze Avaaz Team

QUELLEN:

Live-Reportage von Al Jazeera (auf Englisch):
http://blogs.aljazeera.net/middle-east/2010/05/31/live-coverage-israels-flotilla-raid

Empörung über Israels tödlichen See-Angriff:
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,697703,00.html
und
http://www.faz.net/s/RubB30ABD11B91F41C0BF2722C308D40318/Doc~E77C1BB90592A4941828AECF1874AB00A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
"Der zweite Gaza-Krieg: Israel verlor auf See" - Bradley Burston, Ha'aretz (auf Englisch - Originalzitat)
http://www.haaretz.com/blogs/a-special-place-in-hell/a-special-place-in-hell-the-second-gaza-war-israel-lost-at-sea-1.293246

Analyse zur Gewaltanwendung aus Sicht der Israelischen Armee (IDF), Debka-Reporter mit Verbindungen zum israelischen Geheimdienst:
http://debka.com/article/8824/

Humanitäre Lage in Gaza katastrophal :
http://boell.de/weltweit/nahost/naher-mittlerer-osten-5810.html
70 Prozent der Familien leben von weniger als einem US-Dollar am Tag:
http://www.aerzte-ohne-grenzen.at/hilfseinsaetze/artikel/details/anhaltende-not-in-gaza/

Analyse über die politischen Konsequenzen des Angriffs:
http://www.sueddeutsche.de/h5n38f/3374025/Gestoerte-Beziehung.html

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Kommentare

Abdias 06/16/2010 08:11


Hallo Gehrad, danke für die Reaktion!
Du hast Recht: Kultur, Persönlichkeit, Geschichte, individuelle und gesellschaftliche Ethik, - das sind alles komplexe Begriffe, Konstrukte, die viel erklären und auch viel Durcheinander bringen.
Zu viel in diese Richtung zu verallgemeinen ist nicht schwer, schafft aber nur Mythen, nicht weit vom Hexen-Glaube entfernt...
Sich an die Medien-Berichte zu orientieren und afregende Emotionen wie "man darf nicht tolerieren!" zu empfinden darf aber, natürlich, jeder; das ist ein Teil der heutigen westlichen Mythologie.
Aber das ist wiederum das, was zu solchen Formulierungen, wie "Israels tödlicher Angriff auf Hilfskonvoi" oder "...die Ängste eines Menschen zu verstehen heisst nicht...etc", die mir oberflächlich,
ungerecht, tenteziös, ja zyniisch erscheinen und zum Antworten zwingen.
Was die Gründung des Staates betrifft, habe ich Dich nicht verstanden. Du meinst, es könnte wohl tatsächlich eine Provokation gewen sein, - eine "entgültige Lösung der Judenfrage", - und es ist
aber heute egal, das die Israelis die ganzen Jahre sich dagegen gewehrt haben und auch jetzt noch wehren müssen? Und dazu - darf der Westen (und Russland), der diese heutige Situation mit Rücksicht
nur auf eigene Interessen vor 60 Jahren geschaffen hat, heute eine Position von "Beobachten" und "Zurechtweisen" beziehen?


Abdias 06/14/2010 21:42


Ich bin in der Sowjetunion geboren und aufgewachsen, habe dann mehrere Jahre in Israel gelebt und jetzt lebe und arbeite in Deutschland.
Es hat sich so ergeben, dass einige als wichtig anerkannte Dinge mich nie interessiert haben, Dinge wie Fußball oder Politik. Es schien mir immer selbstverständlich, dass die meisten Menschen
solche scheinbar einfachen Sachen wie soziale Gerechtigkeit, Notwendigkeit eines grundsätzlichen gegenseitigen Respekts und Freundlichkeit, Vorteile der ideologischen Freiheit und Unabhängigkeit
jeder Person ungefähr ähnlich verstehen wie ich selbst. Mit den Jahren habe ich mich aber vergewissern müssen, dass es eher eine Ausnahme ist, - und gelernt, mit dieser Erkenntnis umzugehen. Aber
jetzt fühle ich einen Drang, meine Emotionen und Gedanken zu veröffentlichen, - ohne eine Diskussion führen zu wollen, einfach in der Hoffnung, dass es jemanden zum Nachdenken anregt.
Die stärkste Emotion, die ich empfinde, wenn ich jetzt auf das Meer von antiisraelischen Äußerungen treffe, ist eine Empörung und Unbeholfenheit zugleich.
Ich möchte allen Kritikern der israelischen Politik, die sich die Informationen aus unterhaltsam gestalteten Medien holen, sagen: bitte, versteht, dass ihr über die Situation, in der ihr nie gelebt
habt, nicht urteilen sollt und könnt! Das Grundgefühl der in Israel lebenden Menschen ist euch unbekannt; das ist ein ständiges Gefühl der Existenz-Bedrohung, das mal mehr mal weniger im
Vordergrund steht.. Und die Menschen dort haben es nicht selbst sich so geschaffen, sie sind einfach entweder dort geboren, oder haben dort eine Rettung gesucht. Und bei allen möglichen Fehlern der
israelischen Politik, hat sie immer nur eine Hauptaufgabe lösen müssen: dass der Staat und seine Bewohner überleben.
Und: wie ist es zu dieser Situation gekommen? Wäre es überhaupt anders möglich gewesen? War die Gründung des Staates Israel wirklich eine Wohltat für die Juden? Oder hätte man es anders gestalten
sollen, wenn man es wirklich so gut gemeint hat? Es war ja offensichtlich, dass die arabischen Nachbarn sich dagegen wehren würden und sich von dem vom Westen aufgezwungenen Staat befreien werden
wollen. Also hätte man damit rechnen müssen, dass es Kriege geben wird. Haben die große Weltmächte erwartet, dass Israel in diesen Kriegen siegt? Oder verliert?
Wäre es nicht ehrlicher und klüger gewesen, wenn man sich schon nach dem Holocaust für einen jüdischen Staat entschieden hat, ihn in Europa zu gründen? Oder irgendwie anders mit dem Lineal
umzugehen, wenn man die Grenzen der Aufteilung des britischen-Mandat-Territoriums auf der Karte gezeichnet hat? Ich weiß es nicht. Wenn man in Israel lebt, so sieht man es anders: der Staat als
eine Belohnung des Heroismus der ersten Siedler, Kibbuznikern und der ersten Zionisten. Vielleicht ist es aber vielmehr eine Spielkarte gewesen in den Händen von zynischen Politikern im Kampf
zwischen Stalin und der USA. Auf jeden Fall war und ist Israel eine Geisel des Westens und auch der islamischen Welt.
Das ist für mich ein schmerzvoller Gedanke; aber ich glaube auf jeden Fall nicht, dass der ganze wirklich heroische Überlebenskampf des Israelis gegen die Wüste und gegen die Feindlichkeit der
Menschen umsonst ist, - es haben ja viele Menschen in Israel ein glückliches, erfülltes Leben führen können, - und hoffentlich werden sie es auch noch in Zukunft können. Ein glückliches Leben
wünsche ich auch den Palästinensern. Ist die Situation überhaupt lösbar? Wenn ja, dann, glaube ich, nur durch die Veränderung der Mentalität, der Wahrnehmung; durch eine Entideologisierung. Man
kann die Geschichte nicht zurück drehen, also muss man heute mit den Folgen des damaligen politischen Experiments Leben und seine Problematik zunächst anerkennen und zu verstehen versuchen.


Gerhard 06/15/2010 13:23



An Abdias,


schön das Du Deine Gedanken hier veröffentlicht hast, denn ich finde es fruchtbar die Dinge aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Aber bei aller Verständniss gegenüber israelischen
Bürgern bleibt ebenso mein Verständniss gegenüber palästinensischen Bürgern. Aber die Ängste eines Menschen zu verstehen heisst nicht Mord durch Waffengewalt oder durch Aushungern tolerieren zu
müssen. Auch nicht Unterdrückung. Als Jugendlicher habe ich furchtbar darunter gelitten, welche Greueltaten die Nazis verübt haben, obwohl ich damals noch nicht gelebt habe. Aber ich war
Deutscher. Dann wurde mir bewusst, dass ich in erster Linie Mensch bin, aber meine äußere Form und auch seelische Regungen auch mitgeprägt sind davon, dass ich auch Mann bin, weiß bin, in
christlicher Kultutr aufgewachsen, deutscher Nationalität bin, in einer bestimmten Familie aufgewachsen und darüber hinaus aber etwas bin, meine Individualität, die mehr ist als die Summe all
dieser Einflüsse. Das dem so ist hängt aber direkt damit zusammen, dass ich in erster Linie Mensch bin. Allerdings wurde es durch diese Erkenntnis nicht leichter, sondern es kam noch der Schmerz
hinzu, den die Weisse Rasse den roten, schwarzen, gelben Völkern, die Christen Andersgläubigen und Hexen usw. angetan haben. Langsam kam dann die Erkenntnis das Ich in der Gegenwart lebe, die nur
dann einen Sinn ergeben kann, wenn Sie eine Zukunft gestaltet, die weniger von diesen Greueltaten beinhaltet. Das geht aber nur, wenn nicht ein falsches schlechtes Gewissen aus der Vergangenheit
lähmt, sondern nur wenn die Gegenwart ergriffen wird in dem Bewusstsein, in erster Linie ein Mensch zu sein, als Individuum anderen Menschen, unabhängig von ihrer äußeren Form den gleichen
Respekt, Freiheit und Raum zuzugestehen und wenn man Kenntnis davon hat, die Stimme gegen Unrecht und Greuel gegen die Menschlichkeit zu erheben. Deshalb ist es meiner Meinung nach richtig den
Angriff Isralels auf den Hilfskonvoi zu verurteilen. Natürlich auch die Tötung unschuldiger Israelis seitens der Palästinenser.
Deine Gedanken bezüglich der Gründung des Staates Israel kann ich gut nachvollziehen. Auch mir kommt in der Beziehung der Gedanke, ob es nicht so etwas wie eine verschleierte Weiterführung des
Gedankens: " Lösung der Judenfrage" war. Aber wie Du es auch ausdrückst  ist es müßig, denn wir müssen jetzt mit dem gewordenen umgehen.


Alle kriegerischen und zwischenmenschlichen Konfikte auf der Erde bestehen auf einer dualen Ebene. Das bedeutet immer zusammentreffen von Interessen, die entweder in einer Patsituation mit
unterschwelliger Angst und Bedrohung aufrecht erhalten werden, oder mit Überlegenheit des einen und Unterdrückung des Anderen enden. Daher ist eine wirkliche Lösung wohl nicht möglich, außer man
findet ein drittes, oberhalb der Dualität. Der Gedanke, dass wir in erster Linie Menschen sind, nicht schwarz oder weiß, Kommunist oder Kapitalist usw. könnte konsequent weitergedacht Wege
weisen.



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