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25. Juli 2010 7 25 /07 /Juli /2010 08:44

Symposium: Grundeinkommen & anderes Geld. Wie setzen wir’s um?

Ein Symposium zum Thema:

Grundeinkommen & anderes Geld. Wie setzen wir’s um?

 

findet vom 17.-19. September 2010 in München Leopoldstr. 17 statt.
Eingeladen zu dem open Space Sympositum sind alle die dafür brennen oder sich anstecken lassen wollen.

 

Was ist Open Space?

 

Die Veranstaltungsform des Open Space kennt keine vorgefertigte
Tagesordnung und keine Trennung von „Experten” und „Publikum”, sondern
konzentriert sich darauf, einen intensiven Rahmen für Austausch,
Begegnung und die Erarbeitung von kreativen Ergebnissen
bereitzustellen. Damit bietet sie uns den idealen Raum, um uns zu
vernetzen und unsere Ideen voranzubringen.

 

Nähere Informationen auf:  http://grundeinkommen-muenchen.de/symposium2010

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Published by Gerhard - in Politik
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Kommentare

Adrian 09/10/2010 12:39


Das Symposium mit Grundeinkommen interessiert mich sehr. Danke für die Nachricht!


Lacuna 07/29/2010 15:48


Hi Gerhard,
Wirtschaftswachstum geht nicht mehr mit steigenden Arbeitsplätzen einher - stimmt. Langfristig könnte das die Einführung eines BG notwendig machen. Nur wird das nicht ohne Modifizierung unseres
Wirtschaftssystems möglich sein. Und dazu ist im Moment Niemand bereit.
Die von dir angesprochene Tatsache, dass es genug Arbeit zb in der Pflege gibt, ist ein weiteres Argument gegen das BG (zum jetzigen Zeitpunkt). Wer wird das freiwillig übernehmen? Wer wird die
Löhne, die im Falle eines BG ja viel höher wären, bezahlen? Schau dir die Alterspyramide an und überlege dir, wie viel Arbeitskräfte in Zukunft im Pflegebereich nötig sein werden. Wie soll der
Staat eine Verdopplung der Löhne (und das wäre das Mindeste um MA zu halten) finanzieren, _zusätzlich_, zur Belastung durch die BG-Zahlungen? Ich bestreite doch nicht, dass das Bürgergeld eine gute
Sache wäre, es ist nur im Moment utopisch. - Was wiederum nicht bedeutet, dass wir nicht alle Möglichkeiten auf ihre Tauglichkeit durchspielen sollten. Wir haben nur noch nicht das richtige Konzept
gefunden. ;-)


Lacuna 07/28/2010 19:09


Zu "auch qualifizierte Menschen sind arbeitslos":
Welche Menschen sind prozentual von Arbeitslosigkeit stärker betroffen, gut-oder schlecht qualifizierte? Und falls du auf 50/50 o.ä. tippst, hätte ich gern einen bestätigenden Link ;-)
Richtig, die Sozialausgaben werden von Steuergeldern bezahlt. Und was passiert, wenn die Steuereinnahmen sinken? Die eingesparten Kosten - gehören dazu nicht auch ein paar hunderttausend
Angestellte, die dann "frei" werden?
Deine Fragen zum Thema in welcher Gesellschaft wir leben wollen, sind nicht entscheidend für die Nicht-Finanzierbarkeit des BG. Leider. Das bedeutet ja nicht, dass wir nichts ändern können. Aber
auf diese Art, änderst du nichts. Der Karren wird nur schneller in den Dreck gefahren. Das hat nichts mit fehlendem Mut zu tun. Ich bin sehr für Veränderungen. Sie müssen nur auch realistisch sein.
(Und Realismus hat nichts mit fehlenden Ideen oder dem Beharren auf Althergebrachtem zu tun)
Das mit den beschäftigten Kindern und seelisch Kranken lasse ich mal unkommentiert. Mit Polemik kann man vielleicht ein paar Leute begeistern - ändern kann man dadurch nichts.
Du schreibst, BG bringt mehr Freiheit, aber auch mehr Verantwortung: Dann erklär mir doch bitte mal, wo war das Verantwortungsgefühl der Masse der Raver, die gerade in Duisburg 20 Leute
totgetrampelt haben? Nicht das ich denen die Schuld gebe, aber du erwartest hier ein Verantwortungsgefühl der Mehrheit, das so einfach nicht existent ist. No. Das funktioniert nicht.


Gerhard 07/29/2010 09:59



Sehr geehrte Lacuna,


sicher stimmt es, dass noch unqulifizierte stärker von Arbeitslosigkeit betroffen sind. Ohne Zweifel ist auch ein gutes Bildungssystem enorm wichtig. Trotzdem geht der Trend immer stärker dahin,
dass Wirtschaftswachstum nicht Anstieg der Arbeitsplätze im gleichen Maß bedeutet. Das kann man an jeder Statistik ablesen. Es hängt mit der Rationalisierung zusammen. Arbeitsplätze, die mit
Wirtschaftswachstum einhergehen könnten auf dem Gebiet grüne Technologien geschaffen werden. Ansonsten gibt es jede Menge Arbeit in Lehrberufen, Pädogogik, Pflege, soziales u ähnliche
Dienstleistungen. Nur wird dies nicht ausreichend gefördert, da es eben nicht im Sinne von Wirtschaftswachstum mit Profit und /oder Produktion zu tun hat.


Zu den Steuern hab ich ja geschrieben, mit Hinweis doch einmal bei der Seite http://deutschlandsneuedemokraten.blogspot.com/2010/04/die-finanzierung-des-neuen.html vorbeizuschauen. Entweder haben
Sie es nicht gelesen, oder sind trotzdem der Meinung es funktioniert nicht. Ist Ihnen unbenommen. Ich bin der Meinung, so wie noch viele Andere, auch Finanzexperten, dass es finanzierbar ist. Es
hat aber wenig Sinn sich hin und her zu schreiben, das ich es für finanzierbar halte und Sie nicht.


Ob das bedingungslose Grundeinkommen demnächst eingeführt wird oder nicht, wird ja die Zeit zeigen. Ich würde es sehr begrüßen, Sie scheinbar nicht. Auch Ok


Das Verantwortungsgefühl in unserer Zeit wohl wenig vorhanden ist, dem kann ich nur zustimmen. Auch ein Grundeinkommen kann nicht die Menschen verbessern. Trotzdem lebe ich lieber in einer
Gesellschaft, die Menschenwürde und Freiheit höher stellt als Konsum und die Wertschätzung eines Menschen anhand von Einkommen. Wenn das unrealistisch ist, nun dann bin ich eben unrealistisch. Ob
das Grundeinkommen funktoniert kann man nur sehen wenn es mal eingeführt wird.


Verantwortungsgefühl erwarten tue ich auch nicht, kann ich nur für mich selber enwickeln. Es geht einzig um ein neues gesellschaftliches Modell das meiner Ansicht nach für unsere Zeit günstigere
Bedingungen und ein freieres Klima beduetn würde.


Wenn Sie eine Neue Idee zu einem günstigeren Gesellschaftsmodell als das bestehende haben, das eine Alternative zum Bedingungslosen Grundeinkommen ist oder dieses erweitern könnte,  würde
ich mich über einen Beitrag hier im Blog freuen.


Das bestehende System können Sie mir beim besten Willen nicht schmackhaft machen.



Lacuna 07/28/2010 11:01


Dein letzter Absatz ist aber schon ein anderes Thema.
Was du m.E. übersiehst, ist das Langzeitarbeitslose oft nicht mehr arbeiten _können_. Nicht unbedingt körperlich, aber nach einiger Zeit fällt es schwer, sich wieder an einen geregelten Tagesablauf
zu gewöhnen. Dazu kommt, dass "sie"(ich pauschalisiere mal der Einfachheit halber) anfangen, anders zu rechnen. Dann heißt es nicht mehr, "ich kann in dem Job so und so viel verdienen", sondern:
"ich verdiene dort nur 300 Euro _mehr_, als ich jetzt habe. Dass sind dann 300 Euro für eine 40-Stunden-Woche"...usw. Auch nach Einführung eines BG werden Leute aus den verschiedensten Gründen
entlassen werden. Und diese Leute haben dann noch weniger Grund, sich eine neue Arbeit zu suchen, weil sie ja nichts dazu zwingt. Also wird es verschoben. Erst mal ein längerer Urlaub. Und dann
noch eine Woche drangehängt...usw. Genau das passiert doch jetzt teilweise schon, wenn frisch arbeitslos Gewordene (besonders wenn sie ihren Job ohnehin nicht besonders gemocht haben) erst einmal
die Zeit genießen wollen, in der sie noch normales Arbeitslosengeld bekommen. Nach einem Jahr, haben sie sich aber schon so daran gewöhnt, dass es für _viele_ (nicht alle, vielleicht auch nicht der
größte Teil, aber sehr viele) kaum noch möglich ist, ohne Gewöhnungszeit wieder normal arbeiten zu können. Ich habe das mehrfach beobachten müssen. Dazu kommen Eltern, die erst mal bis zum
Schulbeginn ihrer Kinder zu Hause bleiben, Menschen ohne Qualifikationen, die Jobs machen, die sie nicht mögen usw.usf. Und damit platzt die Berechnung für das BG. Glaub mir, das funktioniert
nicht.


Gerhard 07/28/2010 12:26



Nun, ich übersehe nicht, dass einige Arbeitslose nicht können oder wollen, Tasache ist, das es überhaupt nicht genug Arbeitsplätze im alten Sinne gibt und mehr Arbeitssuchende als Arbeitsplätze.
Die Sache mit der Qualifikation ist auch so ein Märchen. Inzwischen gibt es viele Hochqualifizierte, die trotzdem keine Arbeit finden. Menschen die Jobs machen, die Sie nicht mögen gibt es sicher
viele, was mich auch nicht wundert bei vielen Bedingungen. Wie dem auch sei, alle werden jetzt auch von Steuergeldern bezahlt, und zwar von Steuergeldern, die von Arbeitenden Menschen mit
mittlerem Einkommen aufgebracht werden. Die Ausgaben bei einem bedingungslosen Grundeinkommen würden nicht steigen, denn ein erheblicher Verwaltungsaufwand mit hohen Kosten würde entfallen.


Die Frage ist doch, wollen wir in einer Gesellschaft leben, wo der Mensch der Wirtschaft dient? Um jeden Preis tonnenweise Produkte herstellen deren Sinn sehr fragwürdig ist, oder welcher Sinn
steckt in einer dreifachen Plastikverpackung die tonnen an Öl verbraucht um dann im Müll zu landen? Nur um einige wenige Müllsortierarbeitsplätze zu schaffen, denn Hauptsache Arbeitsplätze und
Wohlstand für einige wenige? Denn wer kann sich denn all die Dinge und Dienstleistungen leisten die auch auf dem Rücken derjenigen enstanden sind, die für Billiglöhne irgendwo schuften? Ein
mittlemäßig Verdienender kommt für den Staatshaushalt auf und kann sich vom Wohlstand mal ein besseres Auto leisten und in Urlaub fahren. Wie wäre es in den Golf von Mexico ? Dann kann er sich
schon mal an den Wandel der erholsamen Küsten mit den herrlichen Ölteppichen gewöhnen. Hauptsache die Wirtschaft brummt.


Oder liegt nicht eher der Sinn der Arbeit und Wirtschaft darin dass Sie dem Menschen dient? Haben nicht viele Hände zugepackt, damit wir nicht mehr soviel Arbeit damit haben die lebensnotwendigen
Güter zu schaffen? Es ist doch schön, dass viel Dinge von Maschinen gemacht werden, damit wir nicht mehr so viel harte oder stupiede Arbeit machen müssen.


Glaub mir, wenn wir nicht den Mut haben unser Denken umzustellen und neue Modelle zur Gesellschaftsordnung zu wagen, platzt bald die Erde und die Menschheit. Die Menschlichkeit und Freiheit ist
schon jetzt bis zur Unerträglichkeit auf den Altären von Finanzmarkt, Wirtschaftswachstum, Vollbeschäftigung (was ein wahres Wort, denn Kinder und seelisch Kranke beschäftigt man. Erwachsene
möchten sinnvolle Arbeit und selbstbestimmte Lebensgestalltung), usw. verkrüppelt worden.


Natürlich ist es auch erforderlich, dass das Steuersystem verändert wird, indem eben nicht mehr die Arbeit versteuert wird. Ein Grundeinkommen wird nicht funktionieren, wenn die Steuereinnahmen
hauptsächlich von Lohnarbeit geleistet wird. Auch zu neuen Steurmodellen gibt es bereits Ausarbeitungen.


Bedingungsloses Grundeinkommen bringt mehr individuelle Freiheit, aber auch mehr Verantwortung, ist nicht das Paradies und die Lösung aller Probleme. Wenn es eingeführt würde, kann man nur
darüber spekulieren wie die Menschen darauf reagieren.  Nur, wenn wir nicht  Neues wagen, dann werden mit Sicherheit Gewalt, Sklaverei und Umweltzerstörung weiter anwachsen.



Lacuna 07/27/2010 20:26


Hi, vielleicht war meine Antwort etwas zu kurz. Irgendwie kann man fast alles finanzieren, jedenfalls eine Zeitlang, den "aktuellen Stand". Der würde sich aber sehr schnell gravierend ändern.
Glaubst du, jeder der heute nur wenig mehr als H4 hat, oder gar sein Gehalt mit H4 aufstocken muss, würde bei einem BG noch weiter arbeiten? Was schätzt du, um wie viel würde sich die Zahl der
Bezieher, die sofort _nicht_ mehr arbeiten erhöhen? Und damit bricht sofort die gesamte Berechnung zusammen. Sorry, das funktioniert nicht. Jedenfalls nicht zum jetzigen Zeitpunkt.


Gerhard 07/28/2010 09:29



Die meisten Menschen die man fragt ob sie noch arbeiten würden wenn es ein Grundeinkommen gäbe antworten spontan ja, denn Sie arbeiten wegen der Kontakte, weil Zuhause rumhocken auf Dauer
Langweilig, weil Sie sich etwas mehr gönnen möchten (der Verdienstanreiz fällt ja mit Grundeinkommen nicht weg). Allerdings sagen einige Sie würden sich eine andere Arbeit suchen weil die
derzeitige ungünstige Bedingungen hat. Bei den Arbeitslosen hätten die meisten lieber Arbeit. Natürlich gibt es welche die nicht mehr arbeiten würden, aber die gibts auch jetzt, einige
Arbeitslose sind tatsächlich damit zufrieden, Essen, Schlafen, Fernsehen, aber es sind nur wenige. Bin überzeugt, dass bei Grundeinkommen diese Zahl die kein Bock zur Arbeit haben eher sinken
wird, denn die Arbeitsbedingungen würden bei bedingungslosem Grundeinkommen besser, weil niemand mehr gezwungen werden kann etwas zu arbeiten dass er als Sinnlos empfindet, oder unter
katastrophalen Bedingungen. Komisch ist, dass alle spontan sagen, dass Sie trotz Grundeinkommen arbeiten würden, aber von allen anderen denken die würden nicht mehr arbeiten. Wahrscheinlich der
von Medien und einigen Polemikern eingeimpfte Virus: Arbeitslose sind faul und Schmarotzer und das Volk arbeietet nur weil es gezwungen ist.


Mehr Sorgen machen mir diejenigen, die von der jetzigen Situation profitieren, weil Sie sich etwas herausholen wenn Sie Andere zwingen und knechten können.


Meine Frage ist eigentlich nicht, können wir uns Grundeinkommen leisten, oder Sozialstaat, sondern wie lange können wir uns es noch leisten alles Geld und Macht an diejenigen fließen zu lassen,
die noch nie wirklich eine gute Idee, oder ein gutes Produkt oder eine sinnvolle Arbeit beigetragen haben, sondern nur Papierinvestitionen hin und her schieben und nebenher alle Energieressorcen
in Besitz genommen haben ?



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